Trockenobst und Nüsse sind echtes Brainfood

Brainfood – Leckere Booster für kluge Köpfchen

Glaubt man der Werbung, so gibt es zahlreiche Nahrungsergänzungsmittel und exotische Superfoods, die unsere Leistungsfähigkeit pimpen und unser Gehirn auf Hochtouren bringen. Welch‘ attraktives Versprechen! Doch leider sind deren Einfluss auf die Leistungsfähigkeit unseres Gehirns in der Wissenschaft umstritten – wäre auch zu schön gewesen.
Doch was ist dieses Brainfood eigentlich genau, von dem alle sprechen? Gibt es Lebensmittel, die einen positiven Einfluss auf unsere Gehirnleistung haben?

Unter Brainfood (übersetzt „Gehirnfutter“) werden Lebensmittel zusammengefasst, die die Funktion des Gehirns mutmaßlich verbessern sollen. Ja, das Gehirn isst mit- es verbraucht rund zwanzig Prozent unseres täglichen Energiebedarfs. „Die Weisheit mit Löffeln fressen“ funktioniert leider dennoch nicht. Fest steht aber, dass unser Gehirn auf die Zufuhr von Wasser, Nährstoffen, Vitaminen und Mineralstoffen angewiesen ist, um optimal funktionieren zu können. Dafür braucht es keine Nahrungsergänzungsmittel, denn es gibt zahlreiche natürliche Fitmacher für den Kopf, die wir dir gerne vorstellen möchten.

Trinken, trinken, trinken!

Allem voran gilt das Wasser als Brainfood Nr. 1!
Auf Flüssigkeitsmangel reagiert unser Gehirn besonders allergisch. Trinken wir über den Tag verteilt zu wenig, so merken wir dies spätestens nachmittags. Kopfschmerzen, Müdigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten sind die Folge, sodass produktives Arbeiten schwer fällt.
Doch woran liegt das? Fehlt unserem Körper Wasser, so ist die optimale Durchblutung nicht mehr gewährleistet. Dies hat zur Folge, dass unsere Zellen - und ja, auch unsere Gehirnzellen - unzureichend mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt werden.
Du solltest demnach darauf achten, dem Körper ausreichend Flüssigkeit, etwa 2 Liter am Tag, zuzuführen.
Was es zum Thema Trinken außerdem zu beachten gibt und welche Getränke sich als Durstlöscher eignen, erfährst du in unserem BLOG-Beitrag „Dufte Durstlöscher, die dir gut tun!“.

Traubenzucker – das Mittel der Wahl?

Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber wenn ich an Brainfood denke, kommt mir als erstes Traubenzucker in den Sinn. Wenn ich zu Schul- und Unizeiten Klausuren geschrieben habe, hatte ich immer ein Päckchen Traubenzucker dabei – für den Energiekick, wenn der Kopf mal schlapp macht.
Das Problem an der ganzen Sache: Wenn man zu wenig Traubenzucker dabei hat, um in regelmäßigen Abständen etwas nachzuschmeißen, merkt man schnell: der Energiekick wird ganz schnell zu einem waschechten Leistungstief.

Doch woran liegt das?

Traubenzucker führt dazu, dass unser Blutzuckerspiegel sehr rasch in die Höhe getrieben wird. Denn der Zucker wird vom Körper direkt aufgenommen und führt in wenigen Minuten zu einem drastischen Anstieg unseres Glukosespiegels im Blut.
Allerdings hält dieser Putsch nur etwa 15-20 Minuten an. Denn viel Zucker im Blut ist ein Alarmsignal für unseren Körper, genauer die Bauchspeicheldrüse. Diese schüttet in der Folge mehr Insulin aus, welches dafür sorgt, dass sich die Konzentration von Glukose senkt. In den meisten Fällen sogar so weit, dass der Blutzucker weit unter den ursprünglichen Wert zurückfällt. Das führt zu Unkonzentriertheit und Abgeschlagenheit und somit geradewegs ins Leistungstief.

Lebensmittel, die unser Gehirn liebt!

Traubenzucker ist also nicht das Mittel der Wahl, aber welche Nahrungsmittel helfen uns beim Denken? Schließlich verbraucht unser Gehirn mehr als zwanzig Prozent des täglichen Energiebedarfs und der wichtigste Energielieferant dabei ist Zucker (Kohlenhydrate).
Ein effektives Brainfood sollte also eine gehörige Portion Kohlenhydrate enthalten, möglichst in Form langkettiger Mehrfachzucker. Die komplexen Kohlenhydrate werden vom Körper in Glukose (Traubenzucker) zerlegt und dann kontinuierlich und über einen längeren Zeitraum ans Gehirn abgegeben.

Zusätzlich zu komplexen Kohlenhydraten haben folgende Nährstoffe positiven Einfluss auf unsere Gehirnleistung:

  • Mehrfach ungesättigte Fettsäuren (Omega-3-Fettsäuren spielen für die Gehirnfunktion eine wichtige Rolle, da sie sich günstig auf das Zusammenspiel der Nervenzellen auswirken)
  • Pflanzliche Eiweiße (die Bausteine der Eiweiße, sprich die Aminosäuren sind vor allem für den Informationsfluss wichtig, da sie als Botenstoffe wirken)
  • Vitamine (v.a. B1, B6, B12 und C) und Spurenelemente (v.a. Magnesium, Eisen, Jod und Zink)  

Wie wäre es mit einem Müsli mit Haferflocken, Nüssen, Obst und Joghurt am Vormittag? Oder einer Handvoll Nüsse, anstelle von Schokoladen gegen das Leistungstief am Nachmittag?
Denn für einen guten und anhaltenden Konzentrationskick sorgen beispielsweise Beeren, Äpfel und Bananen. Auch Nüsse, gerne in Kombination mit Trockenobst (Studentenfutter) liefern über Stunden hinweg, die notwendige Energie für’s Gehirn und eignen sich somit optimal als Brainfood.

Du siehst: all das, was unserem Körper ernährungstechnisch gut tut (vgl. BLOG-Artikel „Wenn der Kühlschrank zur Kantine wird“), bringt auch unser Gehirn auf Hochtouren. Für einen energiegeladenen Start in die Zeit nach den Sommerferien, gibt es für dich ein Rezept für selbstgemachte Energyballs im Downloadbereich. Leicht herzustellen und einfach mitzunehmen – für dich zur Arbeit und auch für deine Kids in die Schule.

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